Mobilität ist Freude

Aktualisiert: 28. Sept. 2021


- erfahrungsbasierte Gedanken zum Marathon

frei nach BMW "Freude am Fahren"

"Freude am Skaten -Freude am Rollen -Freude am Laufen"

Skaten - Rollen - Laufen

unter diesem Motto fand am 25. und 26. Sepptember 2021der 47. BMW Berlin Marathon mit mehr als 25 tausend Teilnehmern aus 107 Ländern statt.

Ein Marathonlauf ist - 42,195 km - lang und wird mit einer individuell gelaufenen Schrittzahl von 60-120 tausend bewältigt.

Fuß - Sprung - Knie- und Hüftgelenke, Knochen und die Bandscheiben der Wirbelsäule sind dabei über Stunden extrem stauchenden Belastungen ausgesetzt.

Beim Laufen/Rennen erfolgt ein federnder/stauchender Impuls beim Aufsetzen und Abdrücken des Fußes auf die Straßenunterlage. Der Engieput wird beim Straßenlauf nicht von der Unterlage absorbiert, sondern von den Gelenken, Sehnen, Bändern, Muskulatur und den Laufschuhen.

Die aktuelle Laufschuhkollektion überrascht mit vielen neuen wissenschaftlichen Aspekten - Dämpfung und Laufimpuls.

Beim Marathon ( 2-6 Stunden ) stehen Gelenkknorpel und Gelenkschmiere

(Hyaluron) im Fokus.

Sie sind die am meist belasteten Strukturen und puffern ab.

Bei Überlastung oder vorgeschädigtem Knorpel reagieren Gelenke mit Schmerz oder Schwellung. Die stauchende Belastung beim Laufen absorbiert u.a. der Knorpel und leitet die "Druckwelle" weiter in den Knochen. Dort liegen "Schmerzsensoren" und die signalisieren feinfühlig mit einem "Achtung", bitte angepasste Belastung.

Wird das ignoriert folgen Langzeitschäden des Gelenkes /Knorpel und das Laufen wird schmerzbedingt "qualvoll". Ähnlich könen auch Sehnen und Muskulatur und die Wirbelsäule reagieren.

Im Gegensatz zur Laufbelastung sind Roll-Gleitbelastungen wie Radfahren, Inline skaten, Skilanglauf, Schwimmen gelenk-und knorpelschonend, da kaum stauchende Belastungen vorliegen.


Die high teck Schicht Knorpel - die Oberfläche ist wie Perlmutt - wird bei diesen Sportarten "abgeschmiert" und vorteilhaft ernährt.

Die genannten Sportarten sind bis auf Schwimmen an ein Sportgerät gebunden und bedürfen ein Mindestmaß an Technik und Reaktionsvermögen.


Die Inline Skater (1-2 Stunden) rollen mit 40 km/h in vorgebeugter Haltung in "Hochgeschwindigkeit" . Hier sind Patellarsehne, Oberschenkelmuskulatur und Wirbelsäule besonders beansprucht . Hohes Reaktionsvermögen und Fahrtechnik in Balance sind Grundvoraussetzungen für diese Sportart.

Die teilnehmenden Handbiker (1-2 Stunden) verdienen aus meiner Sicht eine besondere Beachtung und Achtung, da sie neben ihrem körperlichem handicap bei der Sportausübung, ihrem Körpergewicht auch noch das Sportgerät bewegen und bei Geschwindigkeiten von 40 km/h reagieren/navigieren müssen.

Anders reagieren Kopf, Herz-Kreislauf-Lungensystem und Stoffwechsel beim Marathon.

Sie liefern die Energie für die Muskulatur. Diese ermöglicht die Laufgeschwindigkeit und Zeitdauer. Sind die energetischen Reserven aufgebraucht kommt es zur Laufreduzierung bzw. -abbruch.


In mehr als 40 tausend Gelenkoperationen in minimalinvasiver Technik -Arthroskopie - haben wir den "foot print" der Belastung in den Gelenken- am häufigsten Kniegelenk - bei Freizeit-und Spitzensportlern gesehen.

Mit der bildgebenden Diagnostik - MRT - ist eine objektive Darstellung des Gelenkes für alle Strukturen (Knorpel-Meniskus-Sehnen-Bänder und Muskulatur ) möglich.

Als Leistungssportler (Nordische Kombination,Rudern ,Triathlon) kenne ich den physiologischen Grenzbereich und habe an 55 Skimarathon-Rennen weltweit teilgenommen - "world loppet master" (FIS).

Jeder Läufer sollte neben dem Herz-Kreislauf-Check auch seinen Gelenkstatus mit einem Gelenk-Muskel-Sehnen-Check objektivieren - Verletzungen,Füße,Beinachse O- bzw. X-Bein, Knie Knorpel-Meniskus-Sehnen-, Sprung- und

Hüftgelenk, Wirbelsäule, Operationen, Endoprothetik, Trainingsumfang und Alter -damit Laufen und Wettkampfteilnahme Freude bereiten und nicht zu körperlichen Schäden führt.

Als Sportmediziner und Kniegelenkspezialist kann ich Ihnen gern erfahrungs- und evidenzbasiertes Wissen vermitteln und Sie beraten.

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